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Chile begruesste uns mit wolkenverhangenem Himmel und starken Regenguessen. Bei so viel Fluessigkeit von oben waren wir von der sattgruenen Landschaft nicht ueberrascht. Schon lange freuten wir uns auf den kleinen Ort Pucon, der im chilenischen Seengebiet mit zahlreichen Outdoor-Aktivitaeten aufwartet und nicht umsonst als Adventure-Zentrum von Chile gilt. Leider macht Riverrafting und die Besteigung eines Vulkans bei stroemendem Regen nur sehr begrenzt Spass und so zogen wir nach dreitaegigem Warten etwas enttaeuscht nach Sueden weiter. Die vielgeruehmte Stadt Valdivia erwies sich als Flop und wir entschlossen uns kurzfristig, auf die Insel Chiloe weiterzureisen. Die 180 Kilometer lange und 50 Kilometer breite Insel ist mit einer Faehre zu erreichen und wird umringt von 40 kleineren, teilweise sehr isolierten Inseln. In der malerischen Stadt Castro fanden wir ein Zimmer mit Aussicht auf den Hafen mit seinen zahlreichen farbigen Fischerbooten. An der Wasserfront von Castro sieht man auch die typischen palafitos, Haeuser auf Pfaehlen gebaut. Chiloe hat sich wegen seiner Abgeschiedenheit ganz anders entwickelt als das Festland: Beruehmt sind die zerbrechlich anmutenden Schindelhaeuser und die 150 einzigartigen Holzkapellen, die sich ueber die Insel verteilen. Eine noch nie gesehene Auswahl an Fischgerichten auf der Speisekarte sorgte fuer Gaumenfreuden und Austern so gross wir Pouletfluegel versetzten uns in Staunen.

Es wurmte uns schon ein bisschen, dass wir den Hausvulkan von Pucon nie zu Gesicht  und auch sonst keinen Eindruck von der als eindruecklich beschriebenen Landschaft bekamen. In diesem Teil von Chile kann man vier Jahreszeiten an einem Tag erleben. Aus diesem Grund studierten wir regelmaessig die Wetterprognosen und entschlossen uns eines Morgens, Pucon eine zweite Chance zu geben. Unsere Risikofreudigkeit machte sich bezahlt und wir erreichten die Stadt am Lago Villarrica bei strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem Himmel. Wir fackelten nicht lange und bestiegen gleich am naechsten Tag den rauchenden Vulkan Villarrica mit Steigeisen und Eispickel. Nachdem man mit dem Bus auf gut 1400 m.ü.M. gefahren wurde, legt man die noch fehlenden 1400 Hoehenmeter auf einer gleichmaessigen, glaenzenden Schneedecke zurueck. Nach fuenfstuendigem Aufstieg blickten wir in den gewaltigen Schlund des 2840 Meter hohen Vulkans, der stetig Rauchzeichen in den Himmel sendete. Mit dem Eispickel als Bremse sausten wir auf dem Hosenboden in einer waghalsigen Schussfahrt der Ebene entgegen und ehe wir uns versahen, waren wir schon am Fusse des Vulkans angekommen.

Fotos Chille III


Pucon - Rauchender Vulkan Villarrica

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