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Schon lange haben wir uns auf den Besuch unserer Eltern gefreut. Wir treffen sie an einem Ort, der an Sauberkeit und Gruendlichkeit der Schweiz das (Putz-)wasser reichen kann, wo das Kaugummikauen verboten ist und einen das Verschmutzen des Gehsteigs ins Gefaengnis bringen kann. In Singapur, dem Inselstaat, der als europaeischste Metropole Asiens gilt. Die Ankunft in Singapur ist entspannend: die Zollabfertigung geschieht in Rekordzeit, der anschliessende Taxiservice in die Stadt ist mustergueltig organisiert, kein Feilschen noetig. Es ist schoen, nicht eine Unterkunft suchen zu muessen, denn Monas Cousin Christoph und seine Frau Irene, die fuer zwei Jahre hier arbeiten, ewaehren uns Gastrecht (Herzlichen Dank nochmals). Natuerlich wissen die zwei genau, was wir schon lange nicht mehr gegessen haben: knuspriges, selbstgebackenes Brot. Uns faellt auf, dass die Stadt sorgfaeltig geplant ist. Viele Gruenflaechen - über 400 oeffentliche Parks - geben ihr zu Recht den Namen gruene Stadt. Singapur ist nicht nur eine Insel, sondern ist von mehr als 60 kleinen Inseln umgeben. Die Hauptinsel hat eine Ausdehnung von 42 km Ost nach West und 23 km von Nord nach Sued und ist die Heimat von ueber 5 Millionen Menschen: Chinesen, Indern und Malaien. 4 Sprachen werden offiziell gesprochen: englisch, tamil, chinesisch und malaiisch. Fast alle Taxifahrer sprechen sehr gut englisch und informieren ihre Fahrgaeste gern ueber die neusten Events und Reisetipps, insbesondere Helmut weiss so immer Bescheid. Singapur gehoert zu den 20 kleinsten Laendern der Welt - die USA ist 15'000 mal groesser.

Einen Tag spaeter kommen unsere Eltern in Singapur an, wir sind ziemlich aufgeregt. Es ist schoen, sie im Hotel in die Arme zu schliessen, haben wir uns doch einiges zu erzaehlen. Die Muetter sind froh, sich nach dem langen Flug etwas auszuruhen, nur Helmut zieht mit uns unvermindert los, um in die Poren erweiternde Feuchtigkeit einzutauchen. Christoph und Irene kennen bereits viele tolle Restaurants der Stadt und fuehren uns am Abend zum Singapur River aus, wo wir bei thailaendischem Essen das Treiben auf der Flaniermeile am Wasser beobachten. Am Wochenende werden die Feierlichkeiten zum Chinese New Year eroeffnet; die ganze Stadt wird bei Dunkelheit mit farbigem Kitsch erleuchtet. Im vollgepackten Chinatown warten wir vergebens auf einen inszenierten Spannungsaufbau gegen Mitternacht hin. Die Ungeduld bezwang die asiatische Gelassenheit, wir zogen fruehzeitig ab. Singapur ist ein friedlicher Schmelztiegel verschiedenster Religionen, Moscheen stehen neben Pagoden, Kirchen neben Synagogen. Unseren Eltern zeigen wir, was uns an Asien so gefaellt. Im indischen Restaurant demonstriert uns die eifrige Bedienung, was authentisch essen bedeutet: auf einem tellergrossen Bananenblatt mit blossen Fingern. Helmut probiert alles und auch Lisbeth und meine Mutter sind erstaunt von den exotischen Gewuerzen. In Little India kommt man in den kunterbunten Marktszenen aus dem Staunen kaum heraus. 

Ein einzigartiges Erlebnis ist der Nachtzoo: Nach Einbruch der Dunkelheit faehrt man mit einem Zug durch die liebevoll gestalteten Landschaften und kann in einer natuerlichen Umgebung die nachtaktiven Tiere erleben. Im Dschungel in Peru habe ich verzweifelt nach einem Tapir Ausschau gehalten, hier laeuft er friedlich neben mir ueber den Weg. Ein Flugeichhoernchen fliegt darauf meiner Mutter nicht nur haut- sondern haarnah am Kopf vorbei und von weitem hoeren wir den Loewen bruellen. Meeresluft schnuppern die Singapurianer auf Sentosa, der meistbesuchten Ausflugsinsel Singapurs. Einst ein Versteck der Piraten, wurde die Insel spaeter britische Militaerbasis und ist heute ein riesiger Freizeitpark mit vielen Attraktionen. In den riesigen Aquarien des Underwater World schauen Helmut und Christopf in die Angst einfloessende Fratze eines Hais und ich bin beeindruckt von den urzeitlichen Fischen. Am Palawan Beach kommt keine richtige Strandatmosphaere auf, den vor der Kueste reiht sich ein Supertanker an den naechsten. Die Pink Dolphins gleiten darauf mit einer Geschwindigkeit ueber die Wasseroberflaeche, dass wir kaum bemerken, dass tropischer Regenguss vom Himmel stuerzt.

Mit meiner Mutter fahre ich mit der Faehre auf die indonesische Insel Bintan, die etwa eine Stunde entfernt ist und uns mit einem wunderschoenen Inselparadies empfaengt. Im Lagoon Resort findet man nicht nur die schoenste Golfanlage von ganz Indonesien, sondern auch eine gruene Lagune. Ueberwaeltigt von der Gastfreundschaft geniessen wir zwei erholsame Tage in der Sonne. Farbenfroh endet unser Aufenthalt in Singapur: Die Chingay, eine Strassenparade auf der Orchard Road mit kuenstlerischen und artistischen Darbietungen, ist ein wuerdiger Abschluss unseres Besuchs in der faszinierenden Stadt. Schweren Herzens verabschieden wir uns von unseren Eltern und starten damit die letzte Etappe unserer Reise durch Asien.

Fotos Singapur


Blick über das nächtliche Singapur

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